Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven

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Inhalt: Unterhaltungsarbeiten auf der Insel Wangerooge

In diesem Bereich nimmt das WSA Wilhelmshaven die Aufgaben des Küstenschutzes (Strombauwerke) wahr und sorgt damit für die Sicherung des Bestandes der Insel Wangerooge in ihrer heutigen Form.

Übersicht Wangerooge

Wie die Sturmfluten der Jahre 1962 und 1973 mit ihren verheerenden Auswirkungen zeigten, kann die Sicherheit der Insel nur mit Hilfe eines dauerhaften Systems von Inselschutzwerken gewährleistet werden, deren Funktionsfähigkeit und Standfestigkeit kontinuierlich überwacht und ggf. wiederhergestellt werden muss.

Sturmflut 1963

Die Insel Wangerooge ist heute im Südwesten, Westen und Norden durch ein komplexes System von je nach Anforderungen unterschiedlich konzeptionierten Deckwerken und Ufermauern von über 5.740 m Gesamtlänge gesichert. Neben diesen Deckwerken sind außerdem rd. 6.130 m Seebuhnen und rd. 660 m Steindamm im Osten der Insel zu betreuen.

Abgesehen von der Überwachung und Instandhaltung der baulichen Objekte führt der Außenbezirk Wilhelmshaven auf der Insel Wangerooge in erheblichem Umfang Maßnahmen zur Verbesserung der Vorstrandsituation (Errichtung von Holzpfahlreihen im Bereich des Nordstrandes) sowie sogenannte Sandfangmaßnahmen durch, die zum Schutz der Dünensubstanz ständig erforderlich sind. Diese Maßnahmen stellen eine Art Sisyphus-Arbeit dar, da sie infolge wiederkehrender Sandverluste durch Wind und Sturmfluten in unterschiedlichen Abständen der Wiederholung bedürfen.

Oberhalb der MThw-Linie und im Bereich der Wasserwechselzone erfolgt ein Sandtransport in vorwiegend östlicher Richtung Die Bauwerksfüße der Inselschutzwerke und die ungeschützten Dünen sind durch fortschreitende Erosionstendenzen erheblich gefährdet. Um dem entgegenzuwirken hat sich der Sandfang mittels eingegrabenen Laubreisern (Busch), deren Anordnung in unterschiedlicher Weise geschehen kann, als zwar lohnintensive, aber dennoch zweckmäßige Methode bewährt.

Buhnenarbeiten

Nach erfolgtem Sandfang sind die auf diese Art neu geschaffenen Dünenbereiche ab einer Höhe von 1,5 m ü.MThw gegen neuerliche Winderosion lagestabil zu halten. Dies geschieht durch eine Büschelbepflanzung mit Strandhafer (Ammophilia arenaria) in einem Raster von 40 x 40 cm. Der Strandhafer (Helm) wird von den Wasserbauern des Stützpunktes Wangerooge durch Ausstechen aus bereits gut entwickelten Bepflanzungsflächen gewonnen.

Strandhafer

Die Insel Wangerooge ist ein gutes Beispiel für den Einklang von Natur und Technik. Wie sich gezeigt hat, ist die zusätzlich ewonnene Dünensubstanz ein bevorzugter Brutplatz für Austernfischer und Sandregenpfeifer.