Inhalt: Verkehrssicherungssystem Deutsche Bucht
Mitte der 80ger Jahre wurde die Weitbereichs-Radaranlage Helgoland und damit das Verkehrssicherungssystem Deutsche Bucht in Betrieb genommen.
Mit jährlich rund 100.000 Schiffsbewegungen gehört die Deutsche Bucht zu den meistbefahrenen Revieren der Welt, da sie den Revieren Jade, Weser und Elbe sowie zahlreichen Küstenhäfen als Ansteuerungsbereich vorgelagert ist.
In dem Seegebiet Deutsche Bucht treffen die Verkehre von und zu den einzelnen Verkehrstrennungsgebieten (VTG) und Revieren als sogenannte Flächenverkehre zusammen, so dass ständig Kreuzungssituationen entstehen.
Außerdem sind die aus Richtung Feuerschiff "German Bight" den Hafen Wilhelmshaven ansteuernden Tanker gezwungen, zwei stark befahrene Einbahnwege des Verkehrstrennungsgebietes "Terschelling-German Bight" zu queren. Hinzu kommt, dass größere Schiffe hier bereits einen deutschen Lotsen an Bord haben, kleinere aber noch nicht oder nicht mehr. Deshalb ist es wichtig, die Verkehre in der Deutschen Bucht zu identifizieren, zu überwachen und in Konfliktsituationen rechtzeitig zu unterstützen.
Das Verkehrssicherungssystem Deutsche Bucht ist die notwendige seewärtige
Ergänzung der Systeme an Jade, Weser und Elbe. Von der Weitbereichsradaranlage
Helgoland mit einem Radius von 48 km werden die Radarbilder über eine Richtfunkstrecke
zur Verkehrszentrale in Wilhelmshaven übertragen.

Das Verkehrssicherheitssystem Deutsche Bucht
Im Rahmen der Navigationsunterstützung werden insbesondere große, tiefgehende Tankschiffe mit großer Genauigkeit kontinuierlich über Standort und Bewegungstendenz informiert, damit sie sicher den einzigen deutschen Tiefwasserhafen anlaufen können.